aufruhr im Sauerland

Die Städte Arnsberg, Meschede und Bestwig haben die Initiative ergriffen, Kunst, Kultur und Natur miteinander zu verbinden. Das Sauerland über die Naturlandschaft hinaus auch als Kulturlandschaft bekannt zu machen und die kulturellen Aktivitäten weiter zu verstärken und zu vernetzen, ist das Ziel.

"Wandel durch Kultur. Kultur durch Wandel" so könnten die neuen Aktivitäten überschrieben werden. Dem entsprechend lautet das Motto "aufruhr" und findet sich im Projekt-Logo wieder. Das Land Nordrhein-Westfalen hat dieses interkommunale Kulturprojekt im Rahmen seiner regionalen Kulturförderung unterstützt. Entstanden ist in den vergangenen Jahren u.a. Kunst entlang des Ruhrtalradweges. "aufruhr" steht aber auch für Vernetzung: So veranstalten die aufruhr-Kommunen bereits seit 2012 einen gemeinsamen "Tag des Offenen Ateliers". Bei verschiedenen Gemeinschaftsausstellungen hatten Künstlerinnen und Künstler aus dem aufruhr-Raum bereits mehrfach Gelegenheit, ihre Werke gemeinsam zu präsentieren.

Seit 2017 beteilgt sich auch die Stadt Brilon am Projekt "aufruhr".

 

Tag des Offenen Ateliers 2017

 

Eine künstlerische Entdeckungsreise durch „das andere Ruhrgebiet“ erlebten zahlreiche Kunstinteressierte auch in diesem Jahr beim „Tag des Offenen Ateliers“ in den aufruhr-Gemeinden Arnsberg, Bestwig, Brilon und Meschede. Da gab es Kunst zu entdecken, wo man sie kaum vermutet: in Einfamilienhäusern mitten im Wohngebiet, in privaten Gärten hinter dem Haus oder in einem ehemaligen Stall – und auch die Werke und Stile waren vielfältig und überraschend.

Mehr als 30 Künstlerinnen und Künstler hatten ihre Türen geöffnet und ermöglichten den Besucherinnen und Besuchern einen Blick hinter die Kulissen. Fragenstellen war selbstverständlich erlaubt und erwünscht. „Der Tag des Offenen Ateliers ist für mich immer eine gute Gelegenheit, Gespräche zu führen und auch Anregungen zu bekommen“, sagte Christoph Mause, der in seinem Atelier im Stall auf Gut Laer u.a. naturgetreu modellierte Tierobjekte zeigte, die er auf fabelhafte Reisen schickt.  „Die Veranstaltung bietet mir außerdem die Möglichkeit, Arbeiten zu präsentieren und zu schauen, wie sie ankommen.“ So nahmen sich viele der beteiligten Künstlerinnen und Künstler Zeit für Erklärungen und kleine Vorführungen.

 

Viele Besucherinnen und Besucher erkundeten gleich mehrere Ateliers, auch über Ortsgrenzen hinweg. Abwechslung war bei der Vielfalt der Stilrichtungen und Materialien dabei garantiert: ob Tierobjekte, Ikonenmalerei oder Keramik, Kunst hat im aufruhr-Raum viele Gesichter. "Für mich ist dieser Tag eine gute Gelegenheit, viele kunstinteressierte Menschen zu treffen", freute sich Inge Riedel, die gemeinsam mit anderen Künstlerinnen in der Villa KünstlerBunt in Eversberg ihre Arbeiten präsentierte, darunter Malerei, Bildhauerei und Keramik. Und auch Björn Busse meint, dass der "Tag des Offenen Ateliers" für viele Menschen ein wichtiger Anstoß und Aufhänger sei, den Hof Visbeck mit reizvoller Parklandschaft voller Metall- und Wasserobjekte zu besuchen. "Und wir freuen uns, den Menschen zu zeigen, was wir hier machen."

Bei Manfred Mansfeld hatten Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen: in seinem Gästebuch waren einige Seiten für den "Tag des Offenen Ateliers" reserviert. Kunstinteressierten zeigte er gern die ganze Vielfalt seines Künstlerlebens samt kleiner Kapelle voller Ikonenmalerei im Keller seines Hauses. Um Künstlerinnen und Künstler der aufruhr-Gemeinden die Chance zu geben, ihre Arbeiten zu präsentieren, wird es 2018 wieder eine Gemeinschaftsausstellung geben. Und auch der "Tag des Offenen Ateliers" wird fortgesetzt, denn schließlich gibt es im "aufruhr-Raum" noch jede Menge Kreativität zu entdecken.