Heike Wiegand-Baumeister

Vita

Heike Wiegand-Baumeister studierte in München u.a. Literatur- und Theaterwissenschaften, Geschichte und Kunstgeschichte. Von der Kunst und künstlerischer Arbeit seit jeher fasziniert, widmet sie sich seit 2004 vorwiegend der experimentellen Malerei, Objektkunst und Skulptur.

Das Spektrum ihrer Arbeit stellte sie seit 2009 in einer Reihe von Einzelausstellungen vor, und sie beteiligt sich regelmäßig an Gemeinschaftsausstellungen in der Region. Besonders interessant findet sie es, außergewöhnliche Räume zu bespielen und dabei mit ihren Arbeiten auf den besonderen „Spirit“ eines Ortes zu antworten.

Heike Wiegand-Baumeister arbeitet in ihrem Atelier in Arnsberg und gibt dort auch regelmäßige Workshops in abstrakter, experimenteller Malerei. Näheres zur ihrer Person und ihrem Werk finden Sie unter www.heikewiegandbaumeister.de

Zahn der Zeit

„Zahn der Zeit“ ist eine Arbeit in Mischtechnik (Acryl, Tusche, Collage aus Zeitungsschnipseln) im Format 100x100 cm. Ihr Thema ist Verfall und Vergänglichkeit, vermittelt durch die Düsternis der Farbgestaltung (überwiegend schwarz und weiß in Schattierungen) sowie durch die nur noch in kleinen Textfragmenten entzifferbaren Zeitungssausschnitte. Aufgesprühte Zeichen in Neonpink und -grün assoziieren durch ihren Graffiti-Charakter ein zusätzliches Element der Beschädigung. Die Arbeit wurde 2019 für die Ausstellung konzipiert.

Hausbesetzung

Auch die Arbeit „Hausbesetzung“ im Format 120x100 ist durch diese Videos angeregt worden. Dabei wurden in Spachteltechnik Schichten von Gipshaftputz und Marmormehl auf die Leinwand aufgetragen und anschließend in einer sehr spontanen Schütt- und Dripping-Technik kräftige Spuren aus Bitumen, Tusche und Acrylfarbe hinzugefügt.

Erased

Im Gegensatz zu den beiden vorgenannten Arbeiten in Tönen von Schwarz, Weiß, Braun und Grau hat „Erased“ eine eher heitere Ausstrahlung. Die Arbeit im Format 100x80 cm erschien mir dennoch passend für das Thema und die Räume der Ausstellung, da hier in einem sehr langen Arbeitsprozess durch Farbauftrag und Farbabrieb (z.T. mit Hilfe von Chemikalien sowie mit Topfreibern und Schleifpapier) versucht wurde, einen Eindruck von vergangener, nun aber verblichener, verschlissener, zerstörter Pracht zu erzeugen. Der Titel zielt auf dieses Auskratzen, Zerstören bis zum hin zum partiellen Auslöschen von Vorhandenem ab.