Arnsberg

Rundgang

Bevor der Rundgang startet, hier einige Fakten zur Stadt:

  • Alter: ca. 1000 Jahre
  • 79.665 Einwohnerinnen und Einwohenr (Stand 31.12.2009)
  • Das Stadtgebiet erstreckt sich über 193,39 qkm
  • 121 qkm der Stadtfläche sind von Wald bedeckt
  • Naherholungsgebiete sind die Naturparks Arnsberger Wald und Homert

1. Station: Residenz- und Jagdschloss

Arnsbergs Anfänge liegen ca. 1000 Jahre zurück. Damals bauten die Grafen von Werl in Arnsberg eine Burg, um hier Eisenerz abzubauen. Nur wenige Jahre später errichteten sie eine weitere Burg, deren Ruine noch heute hoch oben über Stadt weithin sichtbar thront.

Nachdem die Grafen von Werl Stadt und Grafschaft dem Erzbistum Köln vererbten, residierten im Schloss die Kölner Erzbischöfe und Kurfürsten. Sie benötigten keine wehrhafte Burg und bauten so die Burg nach und nach zu einem Residenz- und Jagdschloss um und prägten mit ihrer Anwesenheit das kurkölnische Sauerland. Das Schloss wurde im siebenjährigen Krieg endgültig zerstört, aus seinen Steinen wurde das heutige Verwaltungsgericht gebaut.

2. Station: Kloster Wedinghausen

Gegenüber dem Schlossberg hatte Graf Heinrich I. als Sühne für den von ihm verschuldeten Tod seines Bruder ein Kloster gebaut. Mehr als 650 Jahre prägten die Prämonstratenser das Leben in Arnsberg. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster aufgelöst, Nord- und Südflügel abgerissen. Der Ostflügel bietet mit dem erhaltenen Teil des Kreuzganges und Resten schöner mittelalterlicher Fresken sowie der Grafenkapelle einen Eindruck vergangenen klösterlichen Lebens. Im Westflügel ist heute das Stadtarchiv untergebracht sowie eine spannende Ausstellung zur Geschichte des Klosters Wedinghausen.

Das reichhaltige kulturelle Leben Arnsberg findet hauptsächlich zwischen diesen beiden gegensätzlichen Polen statt.

 

3. Station: Lichthaus und Kunstverein

Der abgerissene Südflügel der Klosteranlage wurde vor einigen Jahren durch ein Lichthaus ersetzt, das heute als Veranstaltungsort das kulturelle Leben in Arnsberg bereichert. Das Lichthaus wird vom Arnsberger Kunstverein als Ausstellungsraum genutzt sowie als Bühne für Kleinkunst.

Auf der Achse zwischen Schlossberg und Klosterberg, auf dem Neumarkt, befinden sich die Räume des Kunstvereins, der jungen zeitgenössischen Künstlern – nicht nur aus Deutschland - ein Forum bietet. In der Vergangenheit stellten hier schon heute so bekannte Künstler wie Baseltz, Gursky u.a. aus.

 

4. Station: Sauerlandmuseum und Kultur-Schmiede

Das Sauerlandmuseum mitten in Arnsbergs Guter Stube zeigt als Heimatmuseum in seinen Räumen die Entwicklung der Menschheit im Sauerland, bietet aber auch eigenen konzipierten Ausstellungen und Wanderausstellungen Platz.

Kleinkunst und Kabarett finden in der in unmittelbarer Nähe zum Sauerlanmuseum gelegenen KulturSchmiede einen passenden Rahmen.

5. Station: Künstlergruppe Sepia

Die einheimische Künstlergruppe Sepia residiert direkt hinter dem Glockenturm, Arnsbergs Wahrzeichen, das der Altstadt ihr markantes Gesicht verleiht. In dem Haus mit dem markanten Briefkasten befinden sich Ateliers und Ausstellungsräume der Sepiakünstler. Das geschichtsträchtige Haus bot für kurze Zeit den Reliquien des Kölner Domes, den Gebeinen der Heiligen Drei Könige, Zuflucht während der französischen Revolution. Die Reliquien waren in einer spektakulären Flucht von Köln nach Arnsberg ins Kolster Wedinghausen gebracht worden.

6. Station: Sauerlandtheater

Wenige Schritte aus der Altstadt hinaus über der Ruhr bietet das Sauerlandtheater Tourneetheatern Platz für Dramen, Komödien und Tragödien. Auch Musicals, Konzerte und Ballett stehen alljährlich auf dem Spielplan. Das Programm finden Sie hier (unterlegen). Arnsbergs bietet aber nicht nur überregionalen Künstlern Platz, auch Arnsbergs Eigengewächse finden Raum und lebhaftes Interesse. So wird das Sauerlandtheater etwa für Ballettaufführungen der Ballettschule Zeilinger oder die beliebten Weihnachtskonzerte des Männerchores genutzt.

Exkurs: Arnsberger Kunstsommer und Stadtführungen

Wer Kultur nicht nur als Zuschauer oder Zuhörer genießen möchte, sondern gerne selbst kreativ ist, der kommt im Arnsberger Kunstsommer voll auf seine Kosten. Regionale und überregionale Künstler teilen ihr Können in Workshops interessierten Laien und angehenden Künstlern mit.

Der Arnsberger Verkehrsverein bietet Stadtführungen mit verschiedenen Themenschwerpunkten an. Informationen unter Tel. 02931/4055.