Bestwig

Rundgang

Vorab einige Fakten zur Gemeinde:

  • ca. 12.000 Einwohnerinnen und Einwohner
  • Gemeindegebiet ca. 69,25 qkm, 
  • gut zwei Drittel davon sind von Wald bedeckt
  • höchste Erhebung:Bastenberg mit 745 m NN
  • erstmalige Erwähnung im Jahre 1072

1. Station: Bürger- und Rathaus

Wir beginnen den Rundgang nun im Namen gebenden Ortsteil: Bestwig. Dort findet sich im Ortskern das Bürger- und Rathaus, eine der kulturellen Anlaufstellen der Gemeinde. Das Foyer dient zum einen einheimischen Künstlern als Ausstellungsraum , zum anderen finden hier auch zahlreiche Konzerte und Kleinkunst-Veranstaltungen statt. Weitere Ausstellungs- und Veranstaltungsorte sind das Foyer der Sparkasse Hochsauerland, das Bergkloster Bestwig, die Begegnungsstätte Junkern Hof in Ramsbeck, die Gaststätte Highway Man in Velmede und das Besucherbergwerk Ramsbeck.

 

2. Station: Rittergut

Direkt im Osten an Bestwig angrenzend, befindet sich der kleine Ort Ostwig, der mit einem echten Rittergut aufwarten kann. Schon im Jahr 1200 wird der alte Rittersitz urkundlich erwähnt. Das Gebäude wurde 1670 zum zweigeschossigen Herrenhaus ausgebaut und befindet sich heute in Privatbesitz. In Ostwig befindet sich auch der Sitz von Sielmanns Natur-Rangern (Team Bestwig) die Fledermaussafaris  anbieten. 1855 wurde in Ostwig der Steinbergkamin erbaut um die Abgase aus der Erzverhüttung in Ramsbeck hoch über den Bewohnern abzuführen. Der Kamin wurde nie in Betrieb genommen, von der Steinbergruine jedoch bietet sich eine schöne Aussicht über den staatlich anerkannten Erholungsort Ostwig und das Ruhrtal.

3. Station: Bergwerk und Bastenberg

Verlassen wir nun den Ortsteil Ostwig und wenden uns in südlicher Richtung dem Touristenmagnet der Gemeinde zu: das Besucherbergwerk in Ramsbeck mit Bergwerkmuseum und Besucherstollen. Viele Legenden ranken sich um den Bergbau in Ramsbeck. So sollen im Venetianerstollen im Bastenberg Zwerge nach Gold und Silber gegraben haben. Der Stollen ist zwar  nicht begehbar, der Eingang im Bastenberg jedoch sichtbar und beschildert.

Der Rauchgaskamin auf dem Bastenberg ist ein Relikt aus der Bergbauzeit. Von dort hat man einen guten Blick über das Valmetal am Fuße des Kamins. Am Bastenberg entstand 1815 eine Bleihütte, die 1907 wieder stillgelegt und abgebaut wurde. Die giftigen Gase der Bleihütte wurden durch einen z. T. zweizügigen Fuchs den Bastenberg hinausgeleitet, um anschließend  durch den Rauchgaskamin in die Atmosphäre zu gelangen. Das in dem Fuchs angefallene Bleiglanz, ein giftiges Abfallprodukt, wurde durch einen örtlichen Maler als Grundsubstanz zur Farbenherstellung weiterverwendet.

In Ramsbeck finden wir auch die alte Kornmühle aus dem 17. Jahrhundert, die seit 1983 unter Denkmalschutz steht (unterlegen) und die als Besonderheit drei Wasserräder hat, die jeweils an einen Mahlgang gekoppelt waren.

4. Station: Veledahöhle

Westlich des Ortsteils Bestwig liegt direkt angrenzend der Ortsteil Velmede. Auch Velmede wartet mit einem touristischen Glanzpunkt auf. Als Kulturhistorisches Denkmal befindet sich dort die Veledahöhle. Die heidnische Kultstätte diente in frühchristlicher Zeit nachweislich als Siedlungsort und ist eines der ältesten Boden- und Geschichtsdenkmäler des Sauerlandes. Der Zugang ist mit einem Gitter versperrt, aber es lohnt ein Blick in den Eingangsbereich. In der Veledahöhle werden im Sommerhalbjahr regelmäßig Führungen angeboten. Für Gruppen können individuelle Termine vereinbart werden.

Hier endet der Rundgang. Wer möchte, kann sich in Bestwigs nördlichstem Ortsteil Grimlingshausen an der Lourdes-Grotte erholen.  Die Kapelle zu Ehren der Mutter Gottes wurde im Jahre 1993 errichtet. Neben dem eigentlichen Kapellenbauwerk wurde ein Glockenturm mit Glockenspiel errichtet. Im  Umkreis der Kapelle ist ein Kreuzweg aus heimischem Naturstein aufgestellt.