Meschede
Rundgang
An dieser Stelle laden wir Sie zu einem Stadtrundgang durch Meschede ein, Hochschul- und Kreisstadt im Hochsauerlandkreis. Er führt an ausgewählten Sehenswürdigkeiten, vor allem aber an den kulturellen Schauplätzen der Stadt vorbei.
Bevor es losgeht, hier einige Fakten zur Stadt:
- Erste urkundliche Erwähnung Meschedes im 9. Jahrhundert
- 31566 Einwohner (Stand 31.12.2008)
- Das Stadtgebiet erstreckt sich über 218,5 qkm
- Damit liegt Meschede auf dem 49. Platz der flächenmäßig größten Gemeinden bundesweit
- 120 qkm der Stadtfläche sind von Wald bedeckt
- Die Höchste Erhebung ist der Hockenstein mit 692,5 m ü NN
- Naherholungsgebiete sind der Hennestausee (210 ha; Segeln, Schwimmen, Rudern) sowie das angrenzende Rothaargebirge
- Geburtsstadt des Malers August Macke (Expressionismus; 1887 – 1914)
1. Station: Kaiser-Otto-Platz
In Meschedes Zentrum befindet sich der älteste Markt im Sauerland (Kaiser-Otto-Platz). Der alte dreieckige Marktplatz lag am Treffpunkt bedeutender Fern- und Handelswege. Da war zum einen der Kriegerweg, aus Südwesten kommend, der von Oedingen über Rüthen nach Paderborn führte; zu anderen die Straße die Meschede mit Soest verband sowie die Verbindung ins obere Hönnetal. Und genau an diesem Knotenpunkt entstand vor mehr als 1000 Jahren das Kanonissestift St. Walburga. Im Jahr 958 übertrug Kaiser Otto I. dem Stift die Einnahmen von Zoll und Fleischmarkt in „Messcede“. Messcede ist übrigens der alte Ortsname, den Sie auch heute gelegentlich hören werden, denn die Sauerländer pflegen ihr Platt gerne.

2. Station: Brunnen "Kleines Welttheater"
An der Stelle des Mittelpunktes des Kanonissenstiftes St. Walburga (Stiftsplatz) befindet sich heute der Brunnen „Kleines Welttheater“, der Einblick in die verschiedenen Epochen der Mescheder Geschichte gibt. Der Bildhauer Werner Klenk schuf den Brunnen, der mit fünf aufsteigenden Tafeln Bilder des kirchlichen Lebens, der Wirtschaft und aus dem Leben in Meschede darstellt. Auf dem drehbaren Außenring stellen fünf Gruppen die verschiedenen Stationen des menschlichen Lebens von der Jugend bis zum Alter dar. Die heutige Bebauung des Platzes entspricht übrigens der damaligen Gebäudeanordnung des Stiftes.

3. Station: Bürgerzentrum Alte Synagoge
Weiter geht es zum Bürgerzentrum Alte Synagoge in der Kampstraße. Eingeweiht wurde die Synagoge 1879. Die Synagoge wurde in der Progromnacht 1938 beschädigt und die Innenausstattung zerstört.
Seit 1999 wird die Alte Synagoge als Bürgerzentrum genutzt. Soweit wie möglich wurde bei den Renovierungsarbeiten die alte Bausubstanz Instand gesetzt, insbesondere die Frontseite der Alten Synagoge wurde restauriert. Heute finden im Bürgerzentrum Alte Synagoge Kulturveranstaltungen aller Art wie Ausstellungen, Konzerte, Lesungen oder Vorträge statt.

4. Station: Benediktinerabtei Königsmünster
Hoch über der Stadt thront weithin sichtbar die Benediktiner-Abtei Königsmünster. Die Benediktiner kamen 1928 nach Meschede, um hier ein Kloster zu gründen sowie die Rektoratsschule zu übernehmen. Der Bau des ersten Flügels konnte 1934 begonnen werden, der Weiterbau verzögerte sich zunächst, um in der Zeit des Nationalsozialismus ganz zum Erliegen zu kommen. Die Mönche wurden 1941 aus dem Kloster vertrieben. Direkt nach dem Krieg kamen sie zurück und begannen mit dem Wiederaufbau von Kloster und Schule. Nachdem 1956 das Kloster zur Abtei erhoben wurde, begann man mit dem Bau der imposanten Abteikirche, die 1964 eingeweiht werden konnte. Heute ziehen das Seminarhaus Haus der Stille und das Gästehaus Oase zahlreiche Besucher an.
Und auch die Kultur ist in der Abtei zu Hause und Künstler aller Sparten auf dem Klosterberg gerne gesehen Gäste. Ob Ausstellung, Konzert oder Lesung, die Veranstaltungen bereichern das Leben in Meschede.
5. Station: Klausenkapelle
Nächste Station unseres Stadtrundgangs ist die Klausenkapelle St. Michael auf dem Klausenberg bzw. Keppelsberg. Sie erreichen die Klause über den Berghauser Weg sowie den Klausenweg mit seinen 14 Kreuzwegstationen.
6. Station: Eine Exkursion nach Eversberg
Der Ortsteil Eversberg bietet neben der Burganlage das Heimatmuseum für Bäuerliche Handwerks- und Gewerbegeschichte, Landschafts- und Kulturentwicklung sowie Markes Haus, ein Fachwerkhaus im Zentrum des Ortes, das derzeit zu einem Kulturzentrum umgebaut wird. Bereits heute beherbergt das Haus die Villa Künstlerbunt e. V.